International

"Panama Papers": Prozessbeginn gegen weltweit 27 Angeklagte wegen Geldwäsche

Acht Jahre nach der Enthüllung des weltweiten Finanzskandals der "Panama Papers" hat in Panama-Stadt der Gerichtsprozess begonnen. Unter anderem erschien auch der Miteigentümer der inzwischen abgewickelten Kanzlei Mossack Fonseca, der deutschstämmige Anwalt Jürgen Mossack, vor Gericht.
"Panama Papers": Prozessbeginn  gegen weltweit 27 Angeklagte wegen GeldwäscheQuelle: AFP © Martin Bernetti

In Panama-Stadt hat der Prozess über die sogenannten "Panama-Papers" begonnen. Angeklagt sind weltweit 27 Personen. Der Vorwurf lautet unter anderem auf Geldwäsche.

Auch der Miteigentümer der inzwischen abgewickelten panamaischen Kanzlei Mossack Fonseca, der deutschstämmige Anwalt Jürgen Mossack, erschien vor Gericht. Das Verfahren in Panama ist auf drei Wochen angesetzt.

Den Angeklagten wird Geldwäsche durch die Gründung von 215.000 Briefkastenfirmen in Steueroasen vorgeworfen, in denen Politiker, Prominente und Sportler ihr Vermögen verschleiert haben sollen.

Im Frühjahr 2016 hatten die Süddeutsche Zeitung und weitere Medien des Netzwerks investigativer Journalisten (ICIJ) die Geschäfte der in Panama gegründeten Briefkastenfirmen offengelegt.

Durch ein riesiges Datenleck waren der Zeitung 11,5 Millionen Dokumente zugespielt worden. Fast 400 Reporter aus über 80 Staaten beteiligten sich an den Recherchen.

Dabei tauchten unter anderem die Namen von 140 Politikern und engen Vertrauten auf. In Island führte die Veröffentlichung zum Rücktritt des Ministerpräsidenten, der Premierminister Pakistans wurde des Amtes enthoben.

Zudem gerieten unter anderem die Regierungschefs von Argentinien und der Ukraine ins Visier.

Mehr zum ThemaUS-Klage gegen das deutsche BKA wegen nichtgeleisteter Bonus-Zahlungen für "Panama Papers"

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.