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Liveticker Ukraine-Krieg: Warschau liefert weitere 60 Panzer an Kiew

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Warschau liefert weitere 60 Panzer an KiewQuelle: Sputnik
  • 27.01.2023 14:04 Uhr

    14:04 Uhr

    Russisches Außenministerium bezeichnet Stoltenbergs Äußerung als "verbrecherische Heuchelei"

    Die Behauptung des NATO-Generalsekretärs Jens Stoltenberg, wonach die Allianz keine Kriegspartei im Ukraine-Konflikt sei, ist von der Pressesprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa als "verbrecherische Heuchelei" bezeichnet worden. Während einer Pressekonferenz antwortete Sacharowa auf die Bitte, Stoltenbergs Äußerungen zu kommentieren, wie folgt:

    "Es ist erstaunlich, wie dieselben Menschen ernsthaft behaupten können, keine Konfliktpartei zu sein, weil sie keine Infanterie oder Flugzeuge schicken. Und Panzer zu liefern, ist erlaubt? Die Panzer fahren nicht von selbst, sie werden von Menschen gesteuert. Das ist pure Heuchelei, nicht nur eine Ablenkung von unangenehmen Fragen oder Themen, sondern verbrecherische Heuchelei."

  • 13:25 Uhr

    Kreml-Pressesprecher Peskow: Keine Aussichten auf Verhandlungen über Ukraine

    Die Position der Vereinigten Staaten in Bezug auf die Ukraine ist der russischen diametral entgegengesetzt und kompromisslos, weswegen es momentan keine Aussicht auf Verhandlungen gibt. Dies erklärte Dmitri Peskow, der Pressesprecher des russischen Präsidenten, nach Angaben der Nachrichtenagentur TASS. Die zuvor von der US-Vizeaußenministerin Victoria Nuland geäußerte Bereitschaft, die antirussischen Sanktionen im Gegenzug für Verhandlungen zu lockern, sei nicht überzubewerten, da nichts Neues gesagt worden war. Peskow erklärte:

    "Faktisch wurde ein Satz von Thesen wiederholt, die von Abwesenheit jeglichen Kompromisses oder Flexibilität in der Position der USA zeugen. Diese Position ist ihrerseits der unseren diametral entgegengesetzt."

  • 12:52 Uhr

    Medienbericht: Russische Armee zerstört Haubitze aus US-Produktion im Gebiet Cherson

    Nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti hat Russlands Artillerie eine Haubitze vom Typ M-777 aus US-amerikanischer Herstellung und einen Munitionstransporter am rechten Ufer des Dnjepr im Gebiet Cherson zerstört. Unter Berufung auf eine namentlich nicht genannte Quelle fügt RIA hinzu, vier ukrainische Soldaten seien hierbei verletzt worden.

    Seit dem Jahresbeginn hatte das russische Verteidigungsministerium bereits die Zerstörung von neun M-777-Haubitzen berichtet, allein vier davon am Donnerstag. Die Haubitzen im Kaliber 155 Millimeter werden von den Streitkräften der USA, Großbritannien, Australien, Kanada und Indien eingesetzt. Seit dem Beginn der Sonderoperation Russlands in der Ukraine werde diese Ausrüstung der Ukraine aktiv zur Verfügung gestellt.

  • 12:20 Uhr

    Russische Armee kurz vor Einschließung von Artjomowsk

    Das russische Militär hat den einzigen Weg der ukrainischen Truppen nach Artjomowsk größtenteils unter seine Kontrolle genommen, alle weiteren Vormarschrouten sind bereits blockiert. Dies berichtet Apty Alaudinow, Kommandeur der Spezialkräfte Achmat und stellvertretender Kommandeur des 2. Armeekorps der Lugansker Volksmiliz dem russischen Perwy Kanal. Ihm zufolge rücke damit der Zeitpunkt der operativen Einkreisung der Stadt näher. Die Situation sei vollständig unter Kontrolle der russischen Streitkräfte.

    Alaudinow betonte auch, dass die Ukraine Verstärkungstruppen nach Artjomowsk verlege, erleide aber bereits am Rande der Stadt Verluste.

  • 11:56 Uhr

    DVR-Beamter: Russische Truppen setzen sich im Osten und Südosten von Ugledar fest

    Russische Truppen haben sich in den Gebieten östlich und südöstlich der Stadt Ugledar festgesetzt. Jan Gagin, Berater des Chefs der Volksrepublik Donezk, betont im Interview mit dem Fernsehsender Rossija 1, dass einzelne Gruppen versuchen, zum Zweck der Kampfaufklärung in die Stadt einzudringen. Am Rande der Stadt würden ernste und brutale Kämpfe geführt. Gagin wies darauf hin, dass Ugledar eine kleine Stadt sei, die zum größten Teil aus einem Industriegebiet bestehe, einschließlich zweier Bergwerke, wo sich der Feind verstecken könne.

    "Man muss verstehen, dass es um keine schnelle Offensive geht."

    Am Donnerstag hatte Igor Kimakowski, ein weiterer Berater des DVR-Chefs, erklärt, die Hauptaufgabe der russischen Streitkräfte bei Ugledar sei nicht ein Sturmangriff, sondern die Einkesselung der Stadt.

  • 11:17 Uhr

    Warschau liefert weitere 60 Panzer an Kiew

    Neben den bereits angekündigten Leopard-Panzern will Polen der Ukraine weitere 60 Panzer liefern. Ministerpräsident Mateusz Morawiecki sagte diesbezüglich in einem Interview an den kanadischen Fernsehkanal CTV News:

    "Wir sind bereit, 60 unserer modernisierten Panzer zu schicken, davon 30 vom Typ PT-91. Zusätzlich zu den 14 Leopard-2-Panzern."

    Zuvor hatte der Leiter des ukrainischen Präsidialamts Andrei Jermak auf Telegram geschrieben, dass Polen neben den 14 angekündigten Leopard weitere 60 Panzer vom Typ PT-91 an die Ukraine liefern werde.

  • 10:49 Uhr

    Russischer Senator: Sanktionen dürfen als Verhandlungsmittel nicht verwendet werden

    Keine Sanktionen, weder ihre mögliche Verschärfung noch ihre Minderung, sollen als Verhandlungsmasse im Ukraine-Konflikt dienen. Dies betont der stellvertretende Sprecher des russischen Föderationsrates, Konstantin Kossatschow. Russland werde nur auf direkte Vereinbarungen über die Schlüsselfragen, die zur Sonderoperation geführt hätten, eingehen. Diese seien unter anderem die Rechte der Bevölkerung, das Territorium, Sicherheitsbedrohungen und eine NATO-Mitgliedschaft der Ukraine.

    Die Äußerungen des Senators sind eine Reaktion auf einen Vorschlag der US-Unterstaatssekretärin Victoria Nuland. Am Donnerstag hatte sie vor dem US-Senat erklärt, Washington könnte die Sanktionen gegen Moskau lockern, wenn es zu ernsthaften Verhandlungen über die Ukraine und den Abzug der russischen Truppen aus dem Land komme. Nach Kossatschows Ansicht würden die Sanktionen durch eine solche Diskussion als Instrument der wirtschaftlichen Erpressung zu politischen Zwecken legitimiert.

    "Unsere Aufgabe besteht darin, auf allen Plattformen darauf hinzuwirken, dass dieses neokoloniale Instrument einer Gruppe von Staaten endlich jenseits von Recht und Moral gestellt wird."

    Darüber hinaus sei dem Senator zufolge der Kern von Nulands Rede recht prosaisch: Im Gegenzug für echte Zugeständnisse territorialer, wirtschaftlicher und politischer Art seitens sanktionierter Länder würden die USA versprechen, die Schlinge einfach zu lockern.

  • 09:57 Uhr

    Rostec-Chef nennt Behauptungen über Munitionsmangel "Unsinn"

    Die Behauptungen Kiews und einiger westlicher Medien, wonach die russischen Streitkräfte unter Munitionsmangel leiden, entsprechen nicht der Wirklichkeit, sagte Sergei Tschemesow, der Geschäftsführer des russischen staatlichen Technologieunternehmens Rostec. In einem Interview an die Nachrichtenagentur RIA Nowosti räumte er ein, dass im Laufe der Militäroperation tatsächlich große Mengen an Munition verbraucht werden. Gleichzeitig habe Rostec die Produktion erheblich gesteigert, so Tschemesow:

    "Die Gespräche, die heute unsere Gegner führen, wonach Russland angeblich Raketen, Granaten oder sonst etwas ausgehen, sind völliger Unsinn. Im Auftrag des Verteidigungsministeriums haben wir die Herstellung von Munition um ein Mehrfaches gesteigert."

  • 09:22 Uhr

    Polnisches Außenministerium: Ukraine soll Waffen aller Arten bekommen

    Nach Meinung des stellvertretenden Außenministers Polens Pawel Jablonski soll die Ukraine nun mit Waffen aller Arten beliefert werden. In einem Interview mit dem polnischen TV-Sender Telewizja Polska betonte er, es mache keinen Sinn mehr, Ausrüstung als defensiv oder offensiv zu bezeichnen. Für die Ukraine, die sich verteidige, seien alle Waffen defensiv. Darüber hinaus soll es keine Beschränkungen in Bezug auf Reichweite oder Größe der zu liefernden Ausrüstung geben.

    Diese Woche haben mehrere Länder Panzerlieferungen an die Ukraine angekündigt. Jetzt bittet Kiew um Kampfjets verschiedener Typen.

  • 08:49 Uhr

    Erste ukrainische Soldaten für Panzer-Ausbildung in Deutschland 

    In Deutschland sind die ersten ukrainischen Soldaten für eine Ausbildung am Schützenpanzer Marder eingetroffen. Die Gruppe landete bereits am Donnerstag in Köln und sollte zeitnah mit dem Training an dem Waffensystem beginnen, wie der Deutschen Presse-Agentur in Berlin aus Sicherheitskreisen erklärt wurde. Die Ausbildung ist Teil der Militärhilfe für die Ukraine, der auch 40 Schützenpanzer vom Typ Marder überlassen werden sollen. Die USA schicken Kiew Schützenpanzer vom Typ Bradley.

    Zudem zieht die Bundesregierung beim Flugabwehrsystem Patriot nach, dessen Lieferung Washington der Ukraine bereits kurz vor Weihnachten zugesichert hatte. Inzwischen wurde auch die Lieferung von Kampfpanzern beschlossen. In Deutschland soll auch bald eine Ausbildung am Kampfpanzer Leopard beginnen.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.