Nahost

Israelischer Verteidigungsminister reist mit Waffen-Wunschliste nach Washington

Israelische Streitkräfte sind zunehmend auf US-amerikanische Waffen im Gaza-Krieg angewiesen. Dies sei umso mehr der Fall, wenn der Konflikt mit der Hisbollah-Bewegung im Norden eskalieren sollte.
Israelischer Verteidigungsminister reist mit Waffen-Wunschliste nach WashingtonQuelle: AFP © ALBERTO PIZZOL

Der israelische Verteidigungsminister Joaw Galant wird nächste Woche mit einer langen Liste von US-Waffen nach Washington kommen, die Israel schnell erhalten möchte, berichtete Axios unter Berufung auf zwei Beamte aus Israel und den USA. Seit dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober ist die israelische Armee im Gaza-Krieg zunehmend auf US-Waffen angewiesen und dies wäre umso mehr der Fall, wenn der Konflikt mit der Hisbollah im Libanon eskalieren sollte, hieß es.

Dabei handele es sich nicht nur um Nachschub für den seit mehr als fünf Monaten andauernden Krieg im Gazastreifen, sondern auch um langfristigen Bedarf, darunter der Kauf weiterer F-35- und F-15-Kampfflugzeuge. Israel wolle die Belieferung mit diesen Flugzeugen und anderen Waffensystemen durch die USA beschleunigen.

Israelische Beamte sind besorgt über das Tempo der US-Waffenlieferungen und befürchten, dass das Pentagon die Lieferung verlangsamen könnte, da Biden wegen der Waffenlieferungen an Israel zunehmend in die Kritik gerät. Ein US-Beamter sagte, es gebe keine Verzögerung, und fügte hinzu, Austin werde Galant sagen, das Tempo der Waffenlieferungen hänge von den verfügbaren US-Mitteln und der Notwendigkeit ab, dass der Kongress zusätzliche Mittel bewilligt.

Am vergangenen Donnerstag unterzeichnete Galant einen Brief an die Regierung Biden, in dem er versicherte, dass Israel US-Waffen im Einklang mit dem Völkerrecht einsetzen und von den USA unterstützte humanitäre Hilfe in den Gazastreifen lassen werde, wie Axios berichtete. Der Brief mit den Zusicherungen ist eine Anforderung im Rahmen eines Memorandums zur nationalen Sicherheit, das Präsident Biden vergangenen Monat herausgegeben hat. Die neue Politik bezieht sich nicht speziell auf Israel, aber sie erfolgte, nachdem einige demokratische Senatoren ihre Besorgnis über die israelische Militärkampagne im Gazastreifen zum Ausdruck gebracht hatten.

Israel hat zugleich die militärischen Pläne für seine Offensive genehmigt. Doch angesichts der 1,4 Millionen Palästinenser, die in der Stadt eingepfercht sind, haben Israels Verbündete, darunter die USA, größere "Rücksichtnahme" auf die Zivilbevölkerung bei dem erwarteten Einmarsch gefordert. Die USA sind allerdings selbst Strippenzieher im Gaza-Krieg und am Völkermord an den Palästinensern direkt beteiligt.

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