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Bloomberg: Russland steigert Ölexporte über die Arktis

Wegen anhaltender Risiken für die Schifffahrt im Roten Meer suchen Tanker zunehmend nach Alternativrouten. Bloomberg zufolge weitet Russland bereits die fünfte Woche in Folge seinen seewärtigen Ölexport aus und setzt dabei verstärkt auf den Nördlichen Seeweg.
Bloomberg: Russland steigert Ölexporte über die Arktis© Urheberrechtlich geschützt

Russland weitet die Nutzung des Nördlichen Seewegs für den Ölexport aus. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Daten zu Tankerbewegungen. Nach Angaben der Agentur hilft dies dabei, Rohstoffe nach China schneller zu liefern, ein hohes Exportniveau aufrechtzuerhalten und das Rote Meer zu umgehen, wo weiterhin Risiken für die Schifffahrt bestehen.

Laut Bloomberg liegt der seewärtige Export von russischem Öl bereits die fünfte Woche in Folge über 4 Millionen Barrel pro Tag. Der Agentur zufolge liefen in der vergangenen Woche 39 Tanker mit 28,47 Millionen Barrel Öl aus russischen Häfen aus, in der Woche zuvor waren es 36 Tanker mit 27,03 Millionen Barrel. Auf dem Nördlichen Seeweg befanden sich zum Zeitpunkt der Bloomberg-Veröffentlichung mindestens sechs Tanker.

Der Nördliche Seeweg verkürzt die Route nach Asien für Russland deutlich, wodurch Tanker mehr Fahrten unternehmen können. Zudem müssen die Schiffe nicht durch das Rote Meer fahren, wo die Lage weiterhin angespannt bleibt.

Bloomberg betonte auch, dass die Zahl der russischen Öllieferungen nach Ägypten gestiegen ist. Seit Jahresbeginn sind mindestens 15 Lieferungen der Öl-Sorte Urals im Hafen Marsa el-Hamra am Mittelmeer eingetroffen. Weitere vier Tanker liegen am Terminal, zwei sollen bis Ende Juli eintreffen.

Nach Einschätzungen von Bloomberg stieg der Wert des seewärtigen Exports von russischem Öl in den vier Wochen bis zum 26. Juli auf 1,61 Milliarden US-Dollar pro Woche. Begünstigt wurde dies durch den Preisanstieg bei russischen Ölsorten. So verteuerte sich die Sorte Urals in den baltischen Häfen um mehr als fünf US-Dollar pro Barrel auf 53,55 US-Dollar, in den Schwarzmeerhäfen auf 52,89 US-Dollar pro Barrel.

Einen Monat zuvor hatte Bloomberg berichtet, dass der seewärtige Export von russischem Öl den höchsten Stand seit Anfang 2022 erreicht hat – in den vier Wochen bis zum 28. Juni betrug er im Durchschnitt 4,13 Millionen Barrel pro Tag. Dabei betrug das durchschnittliche Liefervolumen auf die asiatischen Märkte 3,98 Millionen Barrel pro Tag, was ebenfalls einen Rekord seit Anfang 2022 darstellte.

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