Nahost

Wegen Kooperation mit ausländischen Staaten im Krieg: Iran beschlagnahmt Vermögen Hunderter

Iran verschärft im Zuge des Krieges sein Vorgehen gegen Staatsgegner: Die Justiz hat das Vermögen von fast 400 Menschen beschlagnahmt und mehr als 2.000 Konten gesperrt. Betroffen sein sollen auch iranische Journalisten und Aktivisten im Ausland.
Wegen Kooperation mit ausländischen Staaten im Krieg: Iran beschlagnahmt Vermögen Hunderter

Im Zuge des Iran-Krieges hat die iranische Justiz Vermögen und Eigentum von fast 400 Menschen beschlagnahmt. Insgesamt wurden 2191 Konten gesperrt und 39 Fahrzeuge beschlagnahmt, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft in Teheran.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sollen sie während des Iran-Krieges sowie bei den Protesten im vergangenen Jahr mit dem "feindlichen Gegner" zusammengearbeitet und sich gegen das iranische Volk gestellt haben. In welchem Zeitraum die Staatsanwaltschaft gegen die Betroffenen vorgegangen ist, war zunächst nicht bekannt.

Bereits zuvor waren auf Anordnung der Teheraner Staatsanwaltschaft 143 Vermögenswerte und Immobilien von Personen in Teheran beschlagnahmt worden, denen "Verrat am Vaterland" sowie propagandistische oder praktische Aktivitäten gegen Iran und zugunsten feindlicher Staaten vorgeworfen werden.

Zu den Identitäten gab es keine genauen Angaben. In dem Bericht von Tasnim hieß es jedoch, auch Medienschaffende seien betroffen gewesen, die für Exilportale arbeiteten. Ein Teil der beschlagnahmten Vermögenswerte soll Journalisten von oppositionellen Medien wie Iran International und Manoto mit Sitz im Ausland sowie Aktivisten und Betreibern regierungskritischer Medien in Iran gehören. Auch bekannte im Ausland lebende Personen seien betroffen.

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